Systemischer Berater – die „Wort – Schätze“

Systemischer Berater – die   „Wort – Schätze“

Eine berufsbegleitende, von der DGSF zertifizierte Weiterbildung
zu integrierten Methoden wirksamer Gesprächsführung
Abschluss als „Systemischer Berater/In“ (DGSF)

Leitung:
Manfred v. Bebenburg: Soziologe, Familientherapeut, Lehrender für systemische Therapie und Beratung (DGSF), Lehrtherapeut (SG)  sowie  Gastdozenten (siehe unten)

Zur Zeit findet der 9. Kurs statt

Zur Zeit findet der 9. Kurs und 10. Kurs statt.
Der 11.Kurs beginnt vorraussichtlich im Juni 2017.  Ein erster „Schnupperkurs“ zum Kennenlernen (siehe unten) wird im Februar oder März 2017 angeboten. Bei Bedarf folgt ein weiterer im Mai 2017.

…die Ziele

Die Weiterbildung vermittelt einen integrativen Ansatz verschiedener Methoden der Gesprächsführung in Beratung, in der Betreuung und bei der Kooperation in psychosozialen Arbeitsfeldern.

  • „Integrativ“ bedeutet: Es werden Methoden zusammengeführt, die aus der Kommunikationstheorie (Paul Watzlawick), dem systemischen Arbeiten (u.a. S.Minuchin, M.Selvini-Palazzoli, V.Satir), dem Konstruktivismus (Heinz v.Foerster), der Hypnotherapie (Milton Erikson), dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP, R. Bandler, J. Grinder), der lösungsorientierten Kurztherapie (S. de Shazer), der Polykontexturalität (G. Günther), der klientenzentrierten Gesprächsführung (C. Rogers) und der „gewaltfreien Kommunikation“ (M.B.Rosenberg) stammen. Ein systemisches Verständnis der Wirkung von Sprache, des Gebrauches von Worten und der Kommunikation, sowie der Entstehung und Lösung von Problemen bildet den zusammenfassenden Rahmen dieser verschiedenen Ansätze. Integriert sind auch verschiedene Methoden, die im Laufe langjähriger eigener Beratungspraxis, Supervisionstätigkeit und Fortbildungen entwickelt wurden. Das systemische Arbeiten ist ein geeignetes „Dach“, unter dem diese Integration möglich ist.
  • Die Weiterbildung „WORTSchätze“ soll es den TeilnehmerInnen ermöglichen, die methodische Vielfalt mit den eigenen Fähigkeiten (Ressourcen) zu verknüpfen und im Rahmen der Übungen in der Gruppe sowie der Anwendung in der eigenen Berufspraxis zum eigenen, persönlichen Stil zu integrieren – der zweite Aspekt dessen, was mit „integrativ“ in dieser Weiterbildung gemeint ist.
  • Es geht ferner darum, die eigenen Kompetenzen in Gesprächsführung so zu erweitern, dass es gelingt, die Methoden in verschiedenen Kontexten  der Beratung und Betreuung, der kollegialen Kooperation und der Arbeit in sozialen Institutionen flexibel einzusetzen – meisterlich und partnerschaftlich zugleich. Dazu gehört auch ein „aktives“ Hören einzuüben, um das Ungesagte im Gesagten zu erhören.
  • Selbsterfahrung, die im Rahmen des Kurses selbst sowie in den Supervisionen angeboten wird, ist ebenfalls integraler Bestandteil einer solchen Weiterbildung.
  • Und nicht zuletzt laden die „WORTSchätze“ auch zum Innehalten und zu Aus-Flügen in die Welt des Möglichen, der veränderten Perspektiven und der eigenen Kreativität ein. Eine Entdeckungsreise, bei der Ernst und Humor sich die Hand reichen. Ziel der Reise ist, eigene Schätze „auszugraben“ und neue zu entdecken.

… die Inhalte

Jedes Seminar dauert 4 Tage, jeweils von Dienstag bis Freitag. Der Abstand zwischen den Seminaren ist ca. 4 Monate. Die Regionalgruppentage und Supervisionstreffen finden in dieser „Zwischenzeit“ statt.

Die Themen der Seminare:

1. Seminar:

  • Haltungen und Ressourcen; eigene Timeline der weiterbildung
  • Theoretische Fundamente: Wahrnehmung, Repräsentationssysteme, lebende Systeme, Wirklichkeitskonstrukte, Sprache und Kommunikationssysteme
  • Am Beginn der Beratung: Systemanalyse, die Auftragslage und die Entschlüsselung verdeckter Eigenaufträge

2. Seminar:

Prozesse wahrnehmen und steuern

  • Aufbau des Kontaktes: Die ersten fünf Minuten
  • Arten des Kundig-Seins
  • „Verbraucherschutz“: Aushandeln des Kontraktes
  • Wenn Klient/Innen in Ruhe gelassen werden wollen

3. Seminar:  

  • Vom Problem zur Lösung: Problemsysteme und allgemeine Problemlösungsstrategien
  • Spezielle Problemlösungsstrategien 1: Entscheidungsprobleme, Umgang mit Angst
  • Aus der Werkstatt der Kurzzeittherapie

4. Seminar:   

  • Ressourcen entdecken und fördern
  • Spezielle Problemlösungsstrategien 2: Teufelskreise, Chronische Probleme
  • Erkunden von Landkarten – das Meta-Modell

5. Seminar:

  • Wirklichkeits- und Möglichkeitskonstruktionen nutzen
  • Systemische Strukturaufstellung nach  M. Varga v. Kibet
  • Spezielle Problemlösungsstrategien (3)
  • Halbzeit … – Zeit, das Bisherige zu integrieren

6. Seminar:

  • Mit Sprache Beziehung gestalten
  • Umgang mit anipulativen Sprachmustern
  • Organisationsanalyse
  • Systemisches zur Genderperspektive

7. Seminar:

  • Systemische Gesprächsführung
  • Gesprächsführung in Teams und Institutionen
  • Prozesssprache und Tranceinduktionen: Das Milton-Modell
  • Arbeit mit Metaphern oder: Kleine Zaubereien

8. Seminar:

  • Konfliktlösungsstrategien, Konfliktgespräch
  • Gewaltfreie Kommunikation nach M. B. Rosenberg (2 Tage)

9. Seminar:

  • Selbsterfahrung
  • die eigene Herkunftsfamilie
  • Arbeit mit Genogrammen
  • Supervisionstage und Fallarbeit

10. Seminar und Abschluss:

  • Die Zusammenschau: Wo rede ich wie?
  • Kontextanalyse, Sprachstile und Grenzen des Verbalen
  • Kolloquium
  • Abschluss der Weiterbildung: „Ich hätte da noch ´ne Frage…“
  • Abschied

… die Teilnehmer/Innen

Die Weiterbildung ist für alle Menschen geeignet, die im sozialen Bereich tätig sind. Beratung, Betreuung, Begleitung und Kooperation findet in großem Umfang über Sprache und Gesprächsführung statt. Auch viele spezielle therapeutische Verfahren (z.B. Ergotherapie) werden in ihrer Wirkung durch gute Gesprächsführung unterstützt. Voraussetzung für die Teilnahme an der Fortbildung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung im psychosozialen Bereich, z.B. Sozialarbeiter/Innen, (Sozial-) Pädagog/Innen, Psycholog/Innen, (Heil-)Erzieher/Innen, Logopäd/Innen, Ergotherapeut/Innen usw. Ferner wird eine aktuelle Berufspraxis als Anwendungsfeld für das in der Fortbildung Erlernte vorausgesetzt.

…Präsentation und Didaktik

Wir arbeiten im Plenum und in Untergruppen. Theorievermittlung, Übungen im Rollenspiel, Videofeedback, Auflockerungen u.a.m. wechseln sich ab. Der Kurs gibt Raum, Ressourcen zu entdecken, Fälle aus der Praxis und auch eigene Probleme zu bearbeiten sowie Erfahrungen mit anderen Teilnehmer/Innen auszutauschen. Das Tagungshaus Albgarten bietet das Ambiente, um sich wohl zu fühlen und vergnügliche Abende miteinander zu erleben. All das soll sich zu einem Entwicklungsprozess verbinden, der bereichert und Freude macht. Tritt dies ein, haben wir bewirkt, was wir beabsichtigen. Zwischen den Seminaren treffen sich die Teilnehmer/Innen in regionalen Lerngruppen und zu Supervisionstagen (Supervisoren s.unten).

…Kursleitung

Die Weiterbildung wird von Manfred v. Bebenburg, Soziologe, Familientherapeut, Lehrtherapeut (SG) und NLP-Practitioner geleitet. Gastreferenten sind:  Birgit Fischer, Dipl.Soz.Päd., Systemische Therapeutin (SG), Systemische Kindertherapeutin; Christiane Lier, Familientherapeutin  Supervisorin (DGSF); Monika Schäpe, Dipl.Soz.Päd, Trainerin in gewaltfreier Kommunikation,  sowie Enrique Herrera, Systemischer Berater(SG)  und Holger Lier, Dipl.Soz.Päd, Familientherapeut(DGSF) und Supervisor(IGST). Die Supervisionstage mit den regionalen Lerngruppen werden von Birgit Fischer, Christiane Lier und Holger Lier durchgeführt.

…der organisatorische Rahmen

Die Weiterbildung umfasst 10 Seminare mit insgesamt 40 Tagen, verteilt über ca. 2 1/2 Jahre. Hinzu kommen 9 Regionalgruppen-Tage für vertiefende Übungen, sowie 9 Supervisions-Tage, die jeweils zwischen den Seminaren terminiert werden. Die Regionalgruppen verabreden Ort und Zeit ihrer Treffen selbst bzw. mit den Supervisor/Innen. Für die Gestaltung der Tage werden in den Seminaren methodische Anregungen gegeben. Den Richtlinien der DGSF entsprechend umfasst die Weiterbildung 550 Unterrichtseinheiten (zu je 45 Min.)

Die Weiterbildung kann mit einem Zertifikat „Systemische(r) Berater/in“ abgeschlossen werden. Dazu gehören Hausarbeit, die aus drei Fallausarbeitungen, die Bearbeitung mindestens zweier Tonbandaufzeichnungen von Beratungen aus zwei dieser Fälle und die erfolgreiche Teilnahme am Abschlusskolloquium. Für die Anerkennung als systemischer Berater durch die DGSF sind zusätzlich 70 dokumentierte Beratungseinheiten aus der eigenen Berufspraxis nachzuweisen.
Die Weiterbildung findet im Tagungshaus „Albgarten“ statt (siehe Tagungsort).

…und die Kosten

Die Seminarkosten einschl. der Supervisionskosten (extra Termine) und aller Materialien betragen € 3.400.-. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung im Tagungshaus während der 10 Seminare (40 Tage) betragen , € 2.300.-. Pro Kurstag betragen die Gesamtkosten
€ 142,50. Der Zuschlag für ein Einzelzimmer beträgt € 10.- pro Nacht und  wird direkt im Albgarten entrichtet.  Die Anmeldegebühr beträgt € 150.-,sie wird auf die letzte Rate angerechnet, verfällt allerdings bei Abbruch der Weiterbildung.

Der Zahlungsmodus (Überweisung je Seminar, Dauerauftrag, Ratenzahlungen etc.) wird nach Wunsch des Teilnehmers geregelt. Auch der Zahlungszeitraum lässt sich nach Absprache ausdehnen.

Maßgeblich für die Reservierung des Platzes in der Weiterbildung ist das Datum der schriftlichen Anmeldung.  Ein Rücktritt ist bis 4 Wo. vor Beginn möglich. Für die Weiterbildung kann vor Beginn eine Bildungsprämie beantragt werden. Außerdem
ist das Institut als Weiterbildungseinrichtung nach dem Badenwürrtembergischen
Bildungsurlaubsgesetz anerkannt.

…„Schnupperseminar“

Nicht jede(r) will sich gleich auf eine längere Fortbildung einlassen, ohne ein Gefühl zu bekommen, was sie/ihn erwartet. Deshalb wird ein Schnupperseminar vom 6.5., 10.00 – 8.5.2015, 16.00 angeboten. Die Gebühr dafür beträgt € 200.-, bei Buchung der Weiterbildung wird der betrag auf die Kosten der Weiterbildung angerechnet. Es ist auch eine Teilnahme an nur einem Teil der Tage möglich, die Kosten liegen dann entsprechend niedriger. Bei Bedarfwird noch ein weiteres kurzes Schnupperwochenende vom 8.5.,18.00 bis 9.5.2015, 16.00 angeboten. Die Kosten dafür betragen 130.- und werden bei Anmeldung zur Weiterbildung angerechnet.

…der Tagungsort

Die Weiterbildung findet im Tagungshaus „Albgarten“ in Hausen ob Urspring bei Schelklingen, ca. 30 km südwestlich von Ulm, auf der Schwäbischen Alb statt. Der Albgarten ist seit 15Jahren als Seminarhaus in Betrieb und ein viel gelobter Ort, um sich wohl zu fühlen. Es gehört zur Konzeption der Weiterbildung, dass Seminar und Ambiente ein bereicherndes und wohltuendes Erlebnis sein sollen, um den Lernprozess zu unterstützen.

….Anmeldung und weitere Informationen

Die Anmeldung zur Weiterbildung oder zum Schnupperkurs sowie alle sonstigen Fragen richten Sie formlos an den Kursleiter: Email:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Institut BASiS ist akkreditiertes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für systemische Familientherapie (DGSF; siehe auch www.dgsf.org).

Die Weiterbildung wird in Kooperation mit dem ISFA (Institut für sozialpsychiatrische Fort- und Ausbildung e.V., (www.isfa-online.de) durchgeführt.

Unsere Anschrift:

Institut BASiS / Albgarten e.V.
Langengasse 25
89601 Hausen o.U.
Tel: 07394/931919
Fax: 07394/931925

Email: mvb Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ein Besuch vorab gewünscht?
www.albgarten.de